Schöner von Boskoop, späte Ernte 2024, brut
Ein eidrucksvoller, dichter Wein von sehr spät geernteten Äpfeln eines einzelnen Baumes auf unserer Streuobstwiese in Fahrenholz.
Nase: sehr dicht, tief und fokussiert; auf noble Weise fruchtig, mineralisch, weinig in der Art gereiften Chardonnays – intensiv ohne zu ›erschlagen‹, bleibt elegant; gelagerte Boskoop- und Berlepsch-Äpfel, viel Steinobst – Renekloden, Kirschpflaumen, Zwetschgen –, Preiselbeeren, je ein Hauch Ananas und Passionsfrucht; etwas Wachs und Honig, auch eine Spur süßer Pfeifentabak
Geschmack: enorm intensiv, mundfüllend, dicht; zunächst herb-stofflig, schnell aber seine Eleganz offenbarend; Mundgefühl eines gereiften Weißweins, mit viel Wärme und Spannung; Gerbstoffe spürbar, vor allem im Antrunk, ansonsten so herausragend fein und mürbe, dass sie den Wein zwar tragen und ihm Struktur geben, selbst jedoch völlig im Hintergrund bleiben; gelagerte herbe Äpfel, Dörräpfel, getrocknete Zwetschgen, Walnüsse, rote Johannisbeeren; Weißbrotkruste, Kakao; rauchige Note, fast ein wenig Whisky-artig; lang und süß ausklingend, mit Noten auf Äpfel, Kakao, Waldhonig und Dörrobst und schließlich Tabak – und auch hier bleibt’s trotz der Intensität elegant, nicht schwer
passt zu: gehaltvolle Gemüsegerichte auf Basis von Roten Beten, Mangold, Kartoffeln, Kürbissen – auch in kräftigeren Saucen, und mit gebratenem Tofu oder weißem Käse; Granit mit Kartoffeln und Maroni; Kürbis-Pfifferling-Tarte, gebratene Austernpilze mit Buchweizen-Sterz und glasierten Zwiebeln; Gans ganz klassisch mit Rotkraut und Klößen, Rehmedaillons, Hasenbraten aus dem Rohr
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